Bürokultur heute, Silke Heep-Rheinganz, Bacharach-Neurath
Bürokultur heute, Silke Heep-Rheinganz, Bacharach

Satteln Sie den Gaul nicht nur, reiten Sie ihn auch ...

Woran Vorsätze scheitern und wie Sie Ziele erreichen

 

Haben Sie’s auch getan? Ich meine, einen „guten Vorsatz“ gefasst? Nun ist der Januar fast vorüber und wenn Sie es bis hierhin geschafft haben, ist das statistisch gesehen sogar schon ganz ordentlich. Denn tatsächlich lernen gute Vorsätze zum Jahreswechsel meistens nicht einmal den Februar kennen – vom Frühling ganz zu schweigen. Einen winzigen Trost gibt es – Sie sind nicht allein! Aber woran liegt es nur, dass es mit so vielen Vorsätzen einfach nicht klappen will?

 

Vorsätze haben ganz klar den Nachteil, dass sie nicht verbindlich sind; wir wünschen uns etwas, nehmen uns etwas vor, doch irgendwie bleibt es vage und ruckzuck sind wir aus der Nummer auch schon wieder raus. Der Vorteil eines Zieles dagegen ist, dass wir festlegen, was genau wir bis wann erreicht haben wollen.

 

Hilfreich kann es da durchaus sein, im Vorfeld erst einmal Bilanz zu ziehen und zum Beispiel aufzuschreiben:

  • Das habe ich erfolgreich angepackt: …
  • Das hätte besser laufen können: …
  • Meine neu formulierten Ziele für 2017: …


Doch wie geht das nun genau mit dem Formulieren?

Ganz klar: Eine besonders gute Erfolgsaussicht hat ein Ziel, für das ich richtig brenne, das mich begeistern kann; gerade auch deshalb, weil ich weiß, dass ich es aus eigener Kraft erreichen kann und mit dessen Umsetzung ich gleich am Montag beginnen werde. Und wenn ich das nun auch noch schriftlich festhalte, bezeichnet man das im Selbstmanagement » als ein „SMART“ formuliertes Ziel, was sicher dem ein oder anderen ein Begriff ist. Die einzelnen Buchstaben stehen für:

 

S = spezifisch

  • Ein Ziel soll konkret, eindeutig und präzise formuliert sein, denn es ist nun einmal kein vager Wunsch.

M = messbar

  • Ein Ziel und ein Erreichungsgrad müssen eindeutig überprüft werden können.

A = attraktiv

  • Ein Ziel soll positiv formuliert werden, soll nach Möglichkeit Spaß machen und es soll aussagen, was ich will und nicht, was ich nicht will.


R
= realistisch

  • Das Ziel kann zwar hoch gesteckt sein, kann uns fordern; doch muss es auch erreichbar sein, sonst werden wir nicht die nötige Motivation aufbringen, der Frust ist hier bereits vorprogrammiert.


T
= terminiert

  • Zu jedem Ziel gehört ein klarer Termin bzw. ein fester Endzeitpunkt. Der Termin ist das entscheidende Merkmal eines echten Zieles.

 

Doch sehen wir den Tatsachen ins Auge: S M R T kann ich beim Thema Büroablage ja noch wunderbar anwenden; doch Woche für Woche die Ablage zu erledigen und für dieses Ziel auch noch brennen??? Also bei mir persönlich klappt das nicht ohne „Hilfsmittel“, und so greife ich in die Trickkiste und belohne mich, sobald ich das bis dahin unattraktive Ziel erreicht habe. Das kann mit einem Stück Torte oder auch einem Spaziergang sein ... oder vielleicht ist für Sie ja auch eine Spritztour mit dem Motorrad oder ein Schwimmbadbesuch ein Highlight? Ganz egal, Hauptsache ist, das Ziel wird für Sie A = attraktiv und somit haben wir auch bei der Büroablage ein "SMART" formuliertes Ziel.

 

Ach ja: Das Überdenken eines Zieles ist selbstverständlich jederzeit erlaubt; aber auch dann ist die Änderung oder ein neues Ziel klar zu definieren.

 

Und nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Erreichen Ihres ganz persönlichen Zieles und genießen Sie die Belohnung!